Freitag, 16. Dezember 2011

In der Weihnachtsbäckerei

In der Weihnachtsbäckerei...
Jeder von euch kennt doch sicherlich dieses Lied von Rolf Zuckowski. Am 2. Advent, als ich auf der Suche nach diesem Lied bei Youtube war, um es bei Facebook zu posten, habe ich auch diese Version entdeckt:
Ich glaub man muss echt n bisschen durchgeknallt sein, um in der Volksmusik-Schlager-Szene zu überleben.
Naja, ich glaub das Lied war ein schlechtes Omen für die Backaktion an dem Sonntag :-(

Mein Freund und ich hatten uns fünf verschiedene Plätzchen-Rezepte vorgenommen, ich weiß, ganz schön sportlich.
Kokosmakronen, Schokocrossies, Adventssterne, Mandeltaler und normale Plätzchen zum ausstechen und verzieren aus Mürbeteig.

Mit den Kokosmakronen haben wir angefangen. Eigentlich habe ich die letzten Jahre immer das gleiche Rezept genommen (glaube ich), aber auch schon letztes Jahr wollten die Dinger nicht so wie ich wollte. Irgendwie viel zu trocken. Wir haben dann 2 Eiweiß mehr als im Rezept angegeben zu Eischnee geschlagen, damit ging es dann halbwegs. Habt ihr gute Kokosmakronen-Rezepte (die nicht sooo Baiser-mäßig sind, das mag ich nämlich nicht so gerne)? Immer her damit, bitte!

Als nächstes folgten die Schokocrossies. Letztes Jahr war das voll das Gehampel, aber dieses Jahr haben wir scheinbar alles richtig gemacht - juhu :-) Wichtig ist einfach, dass man keine Schokolade sondern Kuvertüre nimmt, hab ich gelernt. Sonst schmilzt das Ganze wieder, wenn man die Crossies aus dem Kühlschrank rausholt.

Dann waren die Adventssterne an der Reihe. Ein Rezept ganz ohne Butter oder Eigelb, dafür wieder mit Eischnee. Der Teig war sooooooo eine Klebepampe. Im Rezept stand, dass man den Teig auf Zucker ausrollen sollte. Im Endeffekt haben wir erst Backpapier auf die Arbeitsfläche gelegt, dann ordentlich Zucker drauf, dann den Teig, nochmal ordentlich Zucker und wieder Backpapier. Anders hätte man den Teig nicht ausrollen können. Die Plätzchen musste man dann auch mit einem Messer aufs Backblech bugsieren, sonst hätte man sie gar nicht vom Backpapier losbekommen. Also Spaß haben ist was anderes. Irgendwann waren wir damit fertig (ich auch schon längst mit meinen Nerven, da ich mir auch zig Mal den Kopf an der Dunstabzugshaube gestoßen habe...).

Die Mandeltaler standen als nächstes auf dem Zettel. (Hier war uns schon klar, dass wir die fünfte Sorte Plätzchen nicht mehr schaffen.) Der Teig für die Mandeltaler bestand aus Marzipanrohmasse. Beim genauen Durchlesen der Anleitung stellten wir fest, dass der Teig für eine Stunde in den Kühlschrank muss. Hätten wir das mal eher gesehen, dann hätten wir die Reihenfolge anders gewählt. Naja, erstmal brav den Puderzucker gesiebt (was ne Arbeit), dann den Teig zubereitet und ab in den Kühlschrank damit.
Da die Zeit mittlerweile etwas drängte (wir waren zum Abendessen bei meinen Eltern verabredet) musste der Teig sich mit 40min im Kühlschrank begnügen. Und dann: Wieder so ne Klebepampe. Letzten Endes ging dann nur die Variante wie bei den Adventssternen: Backpapier, gaaaanz viel Puderzucker, Teig, Puderzucker, Backpapier. Die Plätzchen aufs Backblech bugsieren, mit Eigelb-Sahne-Mischung bepinseln, Mandeln drauf und dann ab in den Ofen. Die Plätzchen sind ok geworden. Mir selbst schmecken sie nicht so sehr, da ich nicht sooo gerne Marzipan mag, aber meine Kollegen mochten sie scheinbar gerne.

Aber so, wie das Plätzchen backen an jenem Sonntag gelaufen ist, macht das echt keinen Spaß. Da bleibe ich doch lieber meinen Haferflockenplätzchen treu. Davon habe ich gestern wieder welche gebacken, aber das ganze Rezept, also 6 Bleche voll. Das klappt jedenfalls und geht trotz der Menge verhältnismäßig schnell. Und so freuen sich meine Kollegen (und ich auch) über Plätzchen-Nachschub. Die Dose, die ich mit ins Büro gebracht hatte, war nämlich in Null Komma nix leer.

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