Donnerstag, 26. Januar 2012

Buchdonnerstag #5: "Raum"


Ich habe dieses Buch letztes Jahr bei vorablesen.de gewonnen und mit Spannung erwartet, zumal der Versand relativ lang gedauert hatt. Als ich dann mein aktuelles Buch aus gelesen hatte, habe ich sofort zu "Raum" gegriffen und die ca. 420 Seiten innerhalb von nur einem (!) Tag verschlungen.
Eins vorweg: "Raum" von Emma Donoghue kann ich absolut weiter empfehlen, aber es handelt sich wahrlich nicht um leichte Kost. Zugegeben, ich lese sonst gerne Frauenbücher, Liebesromane, aber ich glaube, "Raum" wird jeden etwas beschäftigen und mitnehmen.
Der Schreibstil ist schon etwas verwirrend, aber man gewöhnt sich nach einiger Zeit daran.

Die Geschichte wird von Jack erzählt, der gerade seinen 5. Geburtstag feiert und mit seiner 26jährigen Ma in "Raum" lebt. Die Welt besteht für ihn nur aus "Raum". Die Personen, Gegenstände und Tiere im Fernseher sind alle "nicht in echt". Fast jeden Abend kommt Old Nick in "Raum", da muss Jack sich aber schon in "Schrank" versteckt halten, damit Old Nick ihn nicht sieht. Old Nick versorgt sie mit Lebensmitteln, besondere Sachen gibt es allerdings nur als "Sonntagsgutti" auf Nachfrage. Dass es hier nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, wenn Old Nick zu Ma ins Bett kommt, bleibt auch Jack nicht verborgen, zudem Ma öfters Tage hat, an denen sie "verschwunden" ist und im Bett bleibt oder blaue Flecke bekommt.

Mit der Zeit stellt Jack immer mehr Fragen und somit kommt es, dass Ma ihm reinen Wein einschenkt und die Wahrheit erzählt, dass es auch eine Welt außerhalb des Raumes gibt. Sie schmieden einen Fluchtplan...

Man mag sich gar nicht vorstellen, dass so eine Geschichte möglich sein könnte. Doch dann fallen einem immer wieder die Geschichten von Natascha Kampusch oder Josef Fritzl ein und halten einem vor Augen, dass es tatsächlich so skrupellose Menschen gibt, die andere Menschen in Verliesen, Kellern oder Gartenschuppen gefangen halten. Und diese Tatsache führt dazu, dass man von dem Roman wirklich so mitgenommen wird.

Falls jemand bei amazon durch die Buch-Rezensionen klickt und eine gleiche, nur längere Rezension findet: Die ist von mir. Den Text hier habe ich allerdings gekürzt, da ich in der amazon-Rezension eigentlich viel zu viel von der Geschichte Preis gegeben habe, wie mir im nachhinein aufgefallen ist.
[Original-Buchdonnerstag von cakes on the beach, aufgeschnappt bei Kessolina.]
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Kommentare:

  1. Wenn man zuviel von der Geschichte Preisgibt, kann man vorher groß davorschreiben SPOILER, nur so als Tip :)

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    1. ich weiß, aber manchmal liest man dann trotzdem ungewollt was. Ich wollte es lieber spannend lassen.

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