Montag, 16. Januar 2012

Die Geschichte vom Portemonnaie

Wie schon beim Freitagsfüller angekündigt, hatte ich mir für vorletzte Woche Freitag vorgenommen, ein Portemonnaie selbst zu nähen. Eigentlich stand dies schon viel länger auf meiner To-Do-Liste, aber dann bin ich doch erst an jenem Freitag dazu gekommen.
Frisch gestärkt mit meinem Lieblingsessen machte ich mich ans Werk.

Die Stoffauswahl war schnell erledigt.

Mit dem Zuschneiden war ich etwas länger beschäftigt.

Irgendwann war dann alles sortiert und mit Vlieseline versehen.

Die ersten Schritte klappten ganz gut. Einen Fehler beim Zuschneiden der Kartenfächer konnte ich noch ohne Probleme beheben.

Zwischendurch habe ich immer mal wieder eine unordentliche Naht wieder aufgetrennt, es soll ja auch schön aussehen.

Auch das Reißverschluss einnähen klappte echt super :-)

Das gepunktete Zierband habe ich zwischendurch noch ausgetauscht.
Doch dann....
Ich hatte die Außenseite viel zu knapp an den Rest angenäht, und nach dem Wenden sah ich das Dilemma.

Ich war frustriert! Ich hätte so heulen können - hab mich aber gerade eben noch beherrscht ;-)

Mit Zierband habe ich dann die nicht schließbare Wendeöffnung verdeckt. Auf der gegenüberliegenden Seite habe ich es dann auch angebracht, damit es so aussieht, als müsste es dahin. Wirklich ordentlich ist es nicht geworden. Das Band war so glatt, dass man es schlecht vernähen konnte, zudem riffeln die Enden super flott aus.

Wie man sieht, ist der Druckknopf nicht wirklich in der Mitte. Es hat sowieso nicht richtig geklappt, ihn anzubringen. Er hat sich immer wieder gelöst, was sich auch schon schnell am Stoff bemerkbar machte.
Das Außenteil hatte ich viel zu stramm an die restlichen Lagen angenäht, so dass sich die Kartenfächer wellen.

Zusammengeknöpft sieht man es noch viel besser:

Nach drei Tagen in der Ecke liegen lassen habe ich es dann meiner Kollegin im Büro gezeigt. Ich hatte ihr von meinem missglückten Portemonnaie erzählt und sie wollte es gerne mal sehen.
Und dann habe ich beschlossen, dass ich es doch irgendwie benutzen wollte. Also habe ich die Druckknöpfe ganz ab gemacht und von Hand Klettverschluss angenäht.
Über kurz oder lang werde ich mir definitiv nochmal ein neues Portemonnaie nähen, aber dann auch mit mehr Fächern. Vielleicht werde ich mir selbst eins designen, das genau meinen Vorstellungen entspricht.

So schaut also schließlich das Endresultat aus:

Was habt ihr schon genäht, was ihr kurz vor Fertigstellung quasi versaut habt? Waren Rettungsversuche erfolgreicht, oder habt ihr das gar nicht erst versucht? Meist werden auf Blogs doch nur schöne Ergebnisse präsentiert. Aber es gibt doch auch bestimmt so Missgeschicke, wie es mir passiert ist, oder? (obwohl ich das natürlich niemandem wünsche!)

Kommentare:

  1. Schöne Stoffe und die kleinen Schönheitsfehler fallen doch gar nicht auf!!!
    LG Lena

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  2. Du hast meinen vollsten Respekt für dieses Nähprojekt. Ich würde mir auch gerne einen nähen, aber das trau ich mir nicht zu.
    ich finde, er sieht gut aus.

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  3. Mir ist mal ein Fehler bei einem viel einfacheren Nähprojekt passiert: der farbenmix-Ratzfatztasche. Am Ende hab ich nicht Innentasche mit Innentasche, sondern Innentasche mit Außentasche vernäht und hatte nach dem Wenden ein langes Stück Stoff mit einem Henkel an jeder Seite. Da hab ich auch ziemlich blöd geschaut.
    Für den Anfang finde ich die Geldbörse doch recht gut gelungen, ich stell mir das als ziemliche Fitzelarbeit vor. Ist das übrigens nach einem ebook von farbenmix? Passt da wirklich so viel hinein? Ich möchte nämlich auch gern mal eine neue Geldbörse nähen, aber ich hätte gerne richtig viel Platz.
    Liebe Grüße,
    Barbara

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  4. Das ist aber trotzdem schick geworden! Und so umfangreich mit vielen Details, super!

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Vielen lieben Dank, dass du hier vorbei schaust! Ich freue mich riesig über jeden einzelnen Kommentar!