Mittwoch, 23. Mai 2012

Bier-Brot *hicks* ;-)

Fee hat eine neue Kategorie auf ihrem Blog eingeführt: Schöner scheitern. Und auch Miri hat schon übers schöner scheitern berichtet. Dieser Post könnte auch unter der Kategorie "schöner scheitern" laufen - wenn ich denn so eine hätte.

Ich gebe ja ehrlich zu, dass bei weitem nicht alles bei mir klappt. Bei meinem selbstgenähten Portemonnaie war ich ja drauf und dran, es in die Tonne zu kloppen. Bei den ersten Freezer Paper Stenciling-Versuche wurden die Umrisse sehr ungenau. Und sogar Kissenbezüge, die ich schon einige Male genäht habe, klappen nicht immer hundertprozentig.

Auch in der Küche klappt nicht immer alles, das ist ja auch ganz normal, würde ich sagen. Nur bin ich dann meistens so frustriert (man hat sich ja schließlich auf was leckeres gefreut), dass ich dann keine Lust habe, das noch großartig fotografisch festzuhalten und darüber zu bloggen.

Am Sonntag erging es mir mal wieder so. Diesen Montag hatte ein Freund von mir Geburtstag und ich wollte ein Bierbrot mitbringen, das Rezept dazu hatte ich mir vor kurzem bei Pinterest gepinnt.
Klingt ja super easy:
Einfach 500g Mehl mit 1 Päckchen Backpulver, 1 TL Salz und 1/2 TL Zucker vermischen und unter rühren nach und nach 500ml Bier zugeben. In eine gefettete und gemehlte Kastenform füllen und eine Stunde bei 170° backen. Dann aus der Form befreien und im ausgeschalteten Ofen noch 10min auf den Rost legen - fertig.
Denkste!
Das Brot ist keinen Millimeter aufgegangen und war von außen steinhart. So hart, dass ich weder mit einem Zahnstocher für die Stäbchenprobe noch mit einer Gabel reinpieksen konnte.
Zum verschenken unmöglich geeignet, eher um jemanden zu erschlagen!

Aber so schwer kann das doch nicht sein!
Also habe ich mich Dienstag Abend nach dem Sport um 22 Uhr nochmal in die Küche gestellt und den Bierteig angerührt. Und siehe da: Es hat geklappt. Zwar ist es immer noch nicht so toll aufgegangen wie in dem Rezept aus Marions-Kochbuch, aber auf alle Fälle besser als am Sonntag.

Und es schmeckt. Mein Frühstück heute morgen war lecker. Ich kann euch beruhigen, ich hab nicht angeschickert im Büro gesessen, vom Bier schmeckt man im gebackenen Zustand quasi gar nichts.
Wirklich lange hält sich das Brot aber glaub ich nicht. Vor allem die Rinde wird ziemlich schnell irgendwie gummiartig.

das ist das Brot von Dienstag, das von Sonntag habe ich aus lauter Frust natürlich nicht fotografiert!
Nur woran hat es gelegen, dass es beim ersten Mal nicht geklappt hat?
Ich habe ja das "Billig"-Backpulver in Verdacht, was wir bei meinem Freund immer im Supermarkt nebenan kaufen. Denn auch die Blaubeermuffins haben wir mit dem Backpulver gebacken und sie sind nicht so toll aufgegangen. Der Backofen kann es eigentlich nicht sein, Pizza, Aufläufe etc. werden doch auch immer gut.
Oder kann es daran liegen, dass ich am Sonntag die Kastenform nur gefettet, aber nicht gemehlt habe?
Ich habe früher Backformen immer nur gefettet, so habe ich es von meiner Mutter übernommen, obwohl in den meisten Rezepten ja von fetten und mehlen die Rede ist.
Habt ihr schonmal die Erfahrung gemacht, dass eine bestimmte Marke Backpulver nicht "funktioniert"?

Kommentare:

  1. Ja, das reicht schon, wenn das Backpulver Päckchen schon offen rumlag, dass das Pulver nicht mehr so gut "funktioniert". Ich glaube jedenfalls nicht, dass es daran lag, dass du die Form nur gefettet und nicht gemehlt hast.

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  2. Ich finde schöner scheitern muss man mal können!

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  3. Oh, das ist ja mal was ganz anderes :) Ich habe mal
    Gemüse im Bierteig ausgebacken, aber Bierbrot kannte ich noch nicht!
    Sieht doch gut aus das Brot!
    Also ich nehme vorsichtshalber immer das Backpulver von Oetker, das funktioniert immer prima :)
    Liebe Grüße,
    Duni

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  4. Hm, ich müsste mal drauf achten, aber ich nehme eigentlich fast immer das Noname-Backpulver. Zugegebenermaßen klappt nicht immer alles. Aber ob das mit Markenbackpulver anders wäre?!

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