Donnerstag, 19. Juli 2012

Buchdonnerstag #9: "Wachstumsschmerz"

Der erste Roman "Mängelexemplar" von Sarah Kuttner hat mir damals eigentlich ganz gut gefallen. Daher ist "Wachstumsschmerz"* auch auf meinen Wunschzettel gewandert, zum Geburtstag habe ich das Buch dann bekommen.

Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz



Inhaltsangabe:
Wann ist denn nur alles so kompliziert geworden?

Luise und Flo sind ein Paar und beschließen, endlich erwachsen zu werden. Sie suchen eine Wohnung, ziehen zusammen, schaffen sich ein gemeinsames Bett an und tanzen zu Manfred Krug durch ihre neuen Zimmer. Doch nach kurzer Zeit stehen sie im Flur nebeneinander wie zwei an der Raststätte vergessene Kinder. Luise hat das Gefühl, nur Erwachsen zu spielen. Irgendwie ist dieses Leben falsch. Als ob jemand plötzlich alles verwandelt hätte, die Regeln geändert für das Leben, ab dreißig oder so. Thirdlife Crisis: Darf man die zahllosen Möglichkeiten des Lebens einfach ignorieren und wie ungebetene Gäste vor der Tür stehen lassen? Wie kann man der Liebe vertrauen, wenn man nicht mal sich selbst vertraut? Wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen? Und was fangen wir mit den nächsten zwei Dritteln des Lebens an?
So berührend wie lustig, ernsthaft und schlau erzählt Sarah Kuttner von der Sehnsucht und der Angst, ein eigenes, richtiges, erwachsenes Leben zu haben.

Meine Meinung:
Das Buch ist jetzt kein Buch, welches man uuuunbedingt gelesen haben muss. Es ist eher eine schöne Lektüre, welche man mal eben so runter lesen kann. Aber der Roman hat mich trotzdem irgendwie berührt.
Der Text ist die ganze Zeit aus der Ich-Perspektive von Luise geschrieben und wechselt nie die Sichtweise. Dies ist natürlich einerseits eine ziemlich einseitige Sicht auf die Geschichte, lässt einen andererseits tiefer in die Geschichte und in Luises Charakter "abtauchen". Und dies gefällt mir.
So kann man sich gut mit Luise identifizieren. Und ihre Gedankengänge kann ich teilweise nachvollziehen. Es gibt so viele Möglichkeiten, die für uns bestehen, so viele verschiedene Jobs, so dass man permanent Gefahr läuft, nicht zufrieden mit dem zu sein, was man hat und ist.
Der Roman dreht sich hauptsächlich um die Beziehung von Luise und Flo und das Thema Zusammenziehen. Die Ängste und Gedanken vorher, die Wohnungssuche, die ersten Tage in der gemeinsamen Wohnung und schließlich der Alltag.
Durchzogen ist der ganze Roman von sogenannten Memos, die nach dem eigentlich Roman spielen und so schon eine Vorausschau liefern.
Generell kann ich das Buch empfehlen. Nur das Ende ist nicht so meins.

Daher habe ich auch eine Frage an diejenigen, die das Buch schon selbst gelesen haben: Denn irgendwie versteh ich das Ende nicht oder will das Ende nicht verstehen?! Das letzte Memo passt doch eigentlich nicht zum richtigen Ende, oder?? Klärt mich auf (gerne per Mail, damit das Ende für die anderen hier nicht verraten wird!). Danke :)


[Original-Buchdonnerstag von cakes on the beach, aufgeschnappt bei Kessolina.]

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Kommentare:

  1. Mängelexemplar hat mir auch gut gefallen, vielleicht hol ich mir mal Wachstumsschmerz aus der Bücherhalle :)

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  2. Hab's auch gelesen und für gut befunden. Es war Buch Nummer 1 im Jahr 2012. Habe darüber noch in meinem alten Blog geschrieben und kann mich gar nicht mehr so genau ans Ende erinnern... :) LG

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