Dienstag, 23. Juli 2013

♫ LIVE: Muse auf der Freichlichtbühne Loreley

Ich hatte es ja letztens schon groß angekündigt, ich war beim MUSE-Konzert auf der Loreley Freilichtbühne!


Was war das für ein Tag!
Für die Anfahrt haben wir dank Vollsperrung auf der A3 (und notwendigem Stop im Ruhrgebiet) schon Ewigkeiten gebraucht. Ab dem Pott musste ich dann nicht mehr selbst fahren, sondern war Beifahrerin. Oh man, was war ich müde! Ich konnte meine Augen kaum offen halten. Die typische Vorfreude und Hibbeligkeit war irgendwie gar nicht da.

Endlich nicht nur in St. Goarshausen sondern auch an der Loreley-Bühne angekommen erstmal Ernüchterung: Alles schon voll! Nur ein klitzekleiner "Innenraum" (für 20 Leute?), ansonsten alles Sitzreihen aus Steinbänken. Und in den breiten Gängen dazwischen wurde man von den Ordnern immer verscheucht. Lediglich in den schmalen steilen Gängen durfte man stehen - total super, da taten einem ja nach fünf Minuten schon die Füße weh!
Positiv zu erwähnen ist allerdings die nicht existierende Schlange vorm Frauenklo, wo hat man schonmal sowas? Total toll ;)

Vorband waren Deaf Havana. Bis ein paar Tage vor dem Konzert dachten meine Begleitung und ich eigentlich noch, dass Biffy Clyro uns vor Muse schon ordentlich einheizen würden, tja, da war wohl mal zwischendurch der Support-Act geändert worden, ohne dass wir es mitbekommen hatten. Die Briten waren aber auch nicht schlecht, schöne Musik machen die.


Zwischendurch noch mit ner Cola und Merchandise eingedeckt - die Schlange vor der Pommesbude war leider viel zu lang - und kurz vor Beginn des Konzertes dann doch noch in eine Sitzreihe reingedrängelt. Auch da war ich noch gar nicht wirklich voller Vorfreude und erzählte meiner Begleitung lieber seelenruhig von meiner neuen Nähmaschine.

Doch dann, kurz nach 21 Uhr ging es los und ich war direkt Feuer und Flamme! Als hätte ich meine ganze Energie für das Konzert aufbewahrt. Alle sprangen auf die Steinbänke für noch bessere Sicht. Zwar hatte ich erst etwas Hemmungen wegen meinem Hintermann, der den Platz auf der Steinbank einer Frau überlassen hatte und dem ich somit die Sicht versperrte, aber nachdem ich mich etwas weiter zur Seite gestellt hatte, konnte er auch sehen, und so stand dem abfeiern auf der Steinbank nichts mehr im Wege.




Okay, megaviel springen konnte man hierauf natürlich nicht (ich wäre bei meinem Glück sicherlich runtergestürzt), dafür bin ich dann bei zwei, drei Liedern eben auf den normalen Boden gegangen um dort abzugehen.






Ich war bester Stimmung, konnte kaum still stehen, musste immer klatschen, tanzen oder anderweitig rumzappeln. Auch um uns herum hatten wir Leute, die super drauf machten und jedes Lied feierten. Sowas liebe ich!

Generell empfand ich das Publikum als ein ziemlich gutes. Viele Arme oben, super mitgesungen, schön wars :)

Die Location hat natürlich auch ein besonderes Flair. Wie ein flaches Amphitheater, mit Sonnenuntergang im Hintergrund und dank der besagten Steinbänke super Blick.


Allerdings gab es ein grooooßes Manko, was uns von Anfang an sehr gestört hat und worüber ich mich immer noch aufregen könnte: Das Kabel! Die haben das Kabel (vermutlich zwischen Bühne und Sound"pult") in der Luft verlegt! Für ca. ein Drittel des Publikums war dieses sch... Kabel im Blickfeld. Hallooo?!? Sowas habe ich ja noch nie erlebt. Klar, irgendwo muss man so Kabel verlegen, aber wieso mauern die dafür keinen kleinen Kabelkanal in die Erde (wie eine Abflussrinne), die dann vernünftig abgedeckt wird?




Und leider, leider gibt es noch ein zweites großes Manko: Die Länge des Konzertes! Nach gerade mal 95min war schon wieder Schluss! Eigentlich eher untypisch für Muse. Okay, sie spielen keine 3h-Marathons wie Die Ärzte, aber schon länger als 1,5h! Die Setlist umfasst gerade mal 20 Songs, bei allen anderen Konzerten dieser Tour haben sie mindestens 24 Songs gespielt!


Nach dem letzten Akkord von Survival, als auch die Lichter wieder angingen und die Roadies auf der Bühne bereits die Sachen zusammenpackten, blieb das komplette Publikum erstmal leicht irritiert weitere fünf Minuten stehen um mit Zugaben-Rufen die Jungs doch nochmal auf die Bühne zu bewegen. Vergeblich :-(

Also machten wir uns halbwegs zügig, soweit es in den riesen Menschenmassen möglich war, zurück auf den Weg zum Auto. Um dann dort erstmal eine Stunde lang nicht vom Parkplatz runter zu kommen. Mehr als 4,5h nach Konzertende war ich dann endlich an meinem Zweitwohnsitz angekommen.

Fazit: Das Konzert war toll und ich werde auch bei der nächsten Muse-Tour sicherlich wieder dabei sein. Allerdings war das Preis-Leistungsverhältnis (gute 70 € fürs Ticket vs. 95min und doofes Kabel) hier nicht wirklich zufriedenstellend, zusätzlich stand die lange An- und Abreise dann irgendwie nicht im Verhältnis zum Event....

Wer ein bisschen teilhaben möchte: Jemand hat sich die Mühe gemacht, das Konzert in gut 7 Minuten zusammenzufassen (bei 2:54 sieht man mich ;)


Kommentare:

  1. Die Location sieht wirklich hammertoll aus! Wobei ich kürzlich mal wieder festgestellt habe, dass ich musikalisch so was von nicht auf dem Laufenden bin, dass ich auch Muse gar nicht wirklich kenne. *hüstel hüstel* (Das geht mir aber bei so gut wie allen aktuellen Bands so... *schäm*) Aber es sieht großartig aus!

    Liebe Grüße
    Nele

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  2. Trotz Kabel und trotz kurzer Dauer: NEID! :D
    Die Fotos sehen trotzdem nach jeder Menge Spaß aus. :)

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  3. Hey! Lieben Dank, für deinen Kommentar und dass du dich noch an mich erinnerst :D Ich freu mich, von dir zu lesen! Lg, Julia

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  4. Da hat man schonmal guten Blick und dann sowas (Kabel). Ich hätte mich da nicht mehr eingekriegt! Und das ist wirklich für Muse sehr kurz, denn sie könnten auch glatt 3 Stunden spielen :)

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  5. So besondere Locations machen echt ne Menge aus, finde ich!
    Auf dem Video kann ich dich allerdings ehrlich gesagt nicht erkennen.
    Viele Grüße
    Ms. 101things

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  6. Wie dämlich dieses Kabel! Macht die eigentlich super Location etwas kaputt!

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  7. aahhh, wie schön! da bekomm ich doch gleich gänsehaut!

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