Sonntag, 16. März 2014

Da war doch noch was... Skiurlaub!

Ich habe ja schon zwei mal kurz von meinem zweiten Skiurlaub berichtet. Keine Sorge, ich werde diesen zweiten Skiurlaub blogtechnisch nicht so ausschlachten wie den Sölden-Urlaub im Januar (Foto der Woche / Aus dem Bett auf die Piste / immer gleich und doch so anders / Über den Wolken)

Dennoch möchte ich hier ein paar Erinnerungen festhalten.

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Wie vielleicht schon durchgeklungen ist, ist dieser zweite Skiurlaub relativ spontan entstanden. Aus verschiedensten Gründen ist die Urlaubsplanung dieses Jahr etwas schwieriger, daher habe ich mich dazu entschlossen, bei einer organisierten Reise mitzufahren. Anreise ab NRW, Unterkunft, Vollverpflegung, Skipass, alles mit drin. Andere Mitfahrer waren leider nicht aufzutreiben (keine Zeit, kein Geld - man kennt das ja), so bin ich also mitgefahren, ohne jemand anders zu kennen. Ich bin zwar schon öfter bei Gruppenskireisen mitgefahren, aber entweder kannte ich dann eine andere Teilnehmerin recht gut oder jedenfalls einige flüchtig.
Dieses Mal kannte ich niemanden vorher (dachte ich ;-)) und war zunächst auch nicht so sehr begeistert, als ich in den Bus einstieg. Eine große zusammenhängende Gruppe, viele Pärchen, ansonsten viele ältere (jenseits der Zielgruppe "Anfang 20 bis Ende 30").

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Der erste Tag war dementsprechend auch nicht sooo berauschend. Vor Ort angekommen, kurzes Frühstück eingenommen, schnell aus den Tiefen der Reisetasche die Skiplörren rausgekramt, kurz bevor es auf die Piste ging dann noch erfahren, dass ich mit zwei Männern (ca. Mitte 40 und Mitte 50) auf einem Zimmer bin (ich hatte ein Bett im Mehrbettzimmer gebucht). Auf der Skipiste dann: Wind, mega viel Wind, ach, was sag ich: Sturm! Viele Schneehaufen, also überall Buckelpiste, Spaß war irgendwie was anderes.

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Nach der Rückkehr von der Piste dann beim Hausleiter nach einer anderen möglichen Zimmerbelegung gefragt, aber nope - Männerüberschuss und die anderen Alleinreiser-Frauen hatten Einzelzimmer. Also mit dem "Schicksal" abfinden.
Aber es hätte schlimmer kommen können. Im Endeffekt war es eigentlich echt super. Die beiden Männer hatten mir schon meine Sachen mit aufs Zimmer getragen, hatten mir extra viel Platz im Schrank frei gelassen und auch extra das Doppelbett überlassen (sie hatten jeweils Einzelbetten), damit ich auf dem übrigen Bett auch meine Sachen deponieren kann - als Frau bräuchte man doch mehr Platz :) Und den älteren von beiden, den Holländer, kannte ich sogar von einem Skiurlaub vor drei Jahren, wo ich ebenfalls mit dieser Reisegesellschaft (und einer Freundin) Skifahren war. Was ein Zufall! Abends beim Essen habe ich dann auch direkt nette gleichaltrige Leute kennen gelernt. Darunter sogar ein Mädel, welches auch bloggt! Schaut mal auf ihrem Blog Ein H(a)eppchen Glück vorbei!

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Schnell hatten sich Gruppen zusammengefunden: Meine Skitruppe für tagsüber auf der Piste - alles Männer (die Frauen waren Anfängerinnen oder gehörten zu der großen Gruppe), alle so Skiverrückt wie ich. Was sind wir gefahren.... Lift hoch, Piste runter, Lift hoch, Piste runter, einfach nur fahren, fahren, fahren! Jeden Tag gab es neue gefahrene Tageskilometer- und Höchstgeschwindigkeitsrekorde ;-) Im Lift dann nette Gespräche, also alles top!
Meine Skischuhe, die ich mir am Anfang des Sölden-Urlaubs gekauft habe, waren auch super. In Sölden habe ich ja noch etwas gezweifelt, ob die Investition (ja, bei den Summe kann man schon von Investition sprechen :-D) so vernünftig war, jetzt kann ich bestätigen: sie war jeden Cent wert!
Ein paar Stürze habe ich nach laaaanger Ski-Sturz-freier Zeit auch mal wieder hingelegt, die meisten harmlos zum sich-selbst-kaputt-lachen, einer etwas heftiger, quasi ein Köpper, mit ausgelösten Bindungen und fünf besorgten Männern, die alle direkt um mich herum standen und wissen wollten, ob alles ok sei. War es, bis auf den Schlag auf den Nacken. Aber dank der passenden Salbe war das auch schnell vergessen. Wir waren ja eine kleine Medikamenten-Dealer-Bande im Haus, es wurde immer fleißig hin- und her getauscht: Sportsalbe gegen Wärmesalbe (die brennt einem ja alles weg - hilft aber), Kontaktlinsenflüssigkeit gegen Schmerztabletten, Mittel gegen Husten gegen Halsschmerztabletten. Wir hatten alles dabei, nur niemand das, was er selbst brauchte :-D

Abends hatten wir auch eine echt nette Truppe, so dass wir immer viel Spaß beim Essen und den Aktivitäten hatten.

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Im Endeffekt war ich also total froh, dass ich mich getraut habe, alleine mitzufahren. Gerade ein Skiurlaub (oder anderer Sport-/Aktivurlaub) eignet sich super dazu, man hat auf alle Fälle tagsüber schon mal Beschäftigung! Und abends gab es ja auch immer genug "zu tun": Après Ski, Fackelwanderung, Käsefondue, Nachtrodeln, Disco-/Kneipenbesuch, Olympia gucken, oder einfach nur nett bei nem Bierchen quatschen.
Manchmal muss man einfach über seinen eigenen Schatten springen und wird dann mit einem super Urlaub belohnt :-)

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Und nächste Tage zeige ich euch dann noch Bilder von der Skipiste!

Kommentare:

  1. Hey Denise,
    wow, das finde ich ja echt supermutig. Und dann noch mit älteren Herren auf dem Zimmer, also da hätte ich mich ja schon eher unwohl gefühlt. Aber toll, dass du über deinen Schatten gesprungen bist und dann auch noch so "erfolgreich" damit warst und eine tolle Zeit hattest!
    Liebe Grüße
    Nele

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  2. Ach, nee, wie schön!!! Da werden Erinnerungen wach...Könnt schon wieder auf den Berg! :)

    Liebste Grüße, Sabrina

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  3. Find ich auch super, dass Du das durchgezogen hast! Predige ich ja schon lange, dass alleine Reisen am meisten bereichert, zumindest lernt man nie mehr tolle neue Leute kennen!
    Liebe Grüße & ne fette Portion Neid, Du weißt schon warum,
    Nike

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