Montag, 4. April 2016

Projekt Brot und Butter - Finale {DIY}


Hallo und herzlich Willkommen zum finalen Treffen beim Projekt Brot und Butter, einer Aktion organisiert von 700 Sachen.

Seit letzten Sonntag werden auf dem Blog von 700 Sachen die Ergebnisse zum Projekt Brot und Butter gesammelt. Den Zwischenstand vor einem Monat habe ich ja schon ausgelassen, da möchte ich jedenfalls kurz vor knapp beim Finale dabei sein.

Sonntag, 27.3.2016: Fertig!

Schon sind annähernd drei Monate rum, der Frühling ist da und wir haben ordentlich was geschafft. Keine Temperatureskapaden, keine Waschrückstände können uns mehr etwas anhaben. Wir haben was anzuziehen und können uns jetzt mit Wonne in die Planung von außergewöhnlichem, unpraktischem und Schnickschnack stürzen. Zeigt her eure Brot und Butter-Stücke!

 

Hier nochmal zur Erinnerung meine Pläne:

  • 1 Sweatshirt-Oberteil: Jasper (Paprika Patterns)
  • 2 Longsleeves: Renfrew (Sewaholic)
  • 2 etwas "schickere"/coolere Jogginghosen: Jenna (pattydoo) - 1 dick für gemütlich, 1 dünn für's tanzen
  • 1 T-Shirt für's tanzen: Elaine (pattydoo)
  • 2 Jersey-Kleider: Ella (pattydoo)
  • 1 Wintershorts: Thurlow (Sewaholic)

Pläne

Zum Treffen Ende Januar hatte die beiden Jersey-Kleider fertig.

Zwischenstand vom 31.01.2016

Und so hatte ich damals auf die nächsten Projekte geblickt:

"Im Januar hatte ich sehr viel Nähzeit, das wird im Februar vermutlich etwas weniger. Jetzt nähe ich erstmal die Thurlow Trousers. Danach werde ich mich an die Jogginghose machen, da diese in den Skiurlaub Anfang März mitkommen soll. Je nach dem, wie erfolgreich die war, käme dann als nächstes der Jasper Sweater oder, falls ein schnelles einfaches Projekt für das "Näh-Mojo" notwendig ist, das Elaine-Top an die Reihe."

Wie ist es gelaufen?

In der Tat hatte ich im Februar weniger Nähzeit. Und ich war leider auch weniger nähmotiviert. Es ist nicht so, dass ich nicht Lust auf's Nähen gehabt hätte, es war eher so, dass ich gefühlt den ganzen Februar dauermüde und dann abends die Couch meist verlockender war. Sich dann nochmal an den Schreibtisch an die Nähmaschine zu setzen und somit die gleiche Position einzunehmen, in der ich schon den ganzen Tag im Büro verbracht hatte, dazu konnte ich mich nicht so aufraffen. Zudem war ich im Februar auch noch mit ein paar Nähen-für-Andere-Projekten beschäftigt. Es sind im Bekannten- & Familienkreis zwei Babys auf die Welt gekommen, da waren natürlich Geschenke (insbesondere Windeltaschen) gefragt ;-) Dann ging es in den Skiurlaub und die Näh-Motivation kam irgendwie nicht so richtig zurück. Nein, das ist falsch formuliert. Genäht habe ich in den letzten Wochen schon einiges, auch Kleidung. Aber es sind nur Geschenke für die Babys und Geschwisterkinder entstanden. Irgendwie konnte ich mich nicht zu größeren, aufwendigeren Projekten aufraffen.

Ein paar kleine Mini-Fortschritte kann ich vermelden.


Wintershorts: Die doch recht vielen Schnitteile habe ich komplett zugeschnitten (Außenstoff, Futterstoff, Einlage). Das war's dann aber auch.
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Auf dem Bügel sieht es krumm und schief aus, es lässt sich auch schlecht falten um im Schrank auf den T-Shirt-Stapel zu legen.
Wenn man es trägt entsteht durch die unterschiedlichen Seitennähte eine schöne Drapierung an der Seite.
T-Shirt für's tanzen: Fertig, seit Mitte Februar! Ich hatte es damals bei einem kleinen "Zuschneidemarathon" zugeschnitten und dann in den Nähkurs mitgenommen. Vorder- und Rückteil waren schnell aneinander genäht (Schulternähte, Seitennähte, fertig!). Die Säume habe ich im Nähkurs mit der Coverlock in einem schönen lila-pink gecovert. Leider hatte ich den restlichen Stoff zuhause vergessen. Ich wohne nicht weit weg, so bin ich fix nach Hause gedüst und war 15min später wieder da und konnte das Halsbündchen zuschneiden. Die 15 Minuten sollten mir jedoch am Ende fehlen, um das Kleidungsstück komplett an einem Abend fertig zu stellen. Nachdem ich das  Halsbündchen angenäht hatte, war nämlich klar: Das ist viel zu lang. Also musste ich die Overlock-Naht nochmal auftrennen und habe den Streifen um gut 10cm gekürzt. Leider fehlte dann die Zeit, um es nochmal neu anzunähen. Mittlerweile ist diese Naht auch gemacht. Kommenden Mittwoch ist die "Feuerprobe" beim tanzen. Nach erfolgtem Test folgt dann nochmal ein separater Post mit Tragebildern.
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Quelle
schickere/coolere Jogginghosen: Jenna von pattydoo ist ausgedruckt und zusammengeklebt.
Stoff habe ich mittlerweile da, ich habe schwarzen angerauten Sweatshirtstoff bestellt. Ich bin mal gespannt, wie er sich dann so in der "Dauerbelastung" verhält. Er hat jetzt beim ersten Handling (aus der Verpackung nehmen, waschen, aufhängen) stark gefluselt. Sogar an der Innenseite der Waschmaschinentür waren ganz viele schwarze Flusel.
Für die dünnere Version der Jogginghose habe ich mir zwei Muster der Viscosestoffe von Stoffe.de mitschicken lassen. Viscosejersey leicht und Viscosejersey mittel, viel Unterschied merke ich da ja nicht und so ganz geeignet finde ich sie glaub ich nicht. Alles andere wäre aber schon wieder zu dick = zu warm für's tanzen. Mal schauen.
Bei der Größe bin ich ziemlich unschlüssig, das ist auch der Grund, warum ich hier noch nicht weiter gemacht habe. Mit meinem Taillenmaß passe ich laut Tabelle (siehe oben, Klick macht groß) in Größe 38, mit dem Hüftmaß, also meiner dicksten Stelle, aber in Größe 44. Wenn ich mir allerdings die fertigen Maße (Bundweite) anschaue, bräuchte ich Größe 32. Auf Hüftknochenhöhe, also dort, wo dann ja der Bund der Hose sitzen soll, habe ich 90cm Umfang, das wäre tatsächlich Größe 32. Das kann ich mir widerum gar nicht vorstellen, ich kann nie im Leben die kleinste Größe haben. Eigentlich wollte ich dann die Hose mal als kurze Hose mit Sweatshirt-Resten testen. Ich hätte drauf gewettet, dass ich von meiner ersten Jogginghose noch Reste über habe, aber ich finde sie einfach nicht. Meine Motivation für eine coolere, besser passende Jogginghose war ja auch der Skiurlaub, in dem ich die Hose tragen wollte. Der ist mittlerweile schon längst gewesen, und somit ist die Hose auf der "Prioritätenliste" einfach weiter nach unten gerutscht.
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Sweatshirt-Oberteil: Das Jasper Pattern habe ich mittlerweile ausgedruckt hier liegen. Da ich keine Lust auf 60 Seiten drucken, schneiden, kleben hatte, habe ich mal den von Meike beschriebenen online-Plottservice ausprobiert und bin genauso wie sie restlos begeistert. Nachmittags bestellt, am nächsten Tag bereits im Briefkasten! Da muss ich wirklich nicht die Öffnungszeiten des nahe gelegenen Copyshops abpassen, um mir dann dort im Zigarillo-verräucherten Raum was ausdrucken zu lassen. Mehr ist hier noch nicht passiert.
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zwei Longsleeves: Bei der o.g. Stoff-Bestellung habe ich direkt schwarzen Baumwolljersey mitbestellt. Gewaschen habe ich ihn auch schon, vorhin habe ich das Renfrew-Schnittmuster abgepaust und ein Longsleeve zugeschnitten. Hier werde ich also hoffentlich in den nächsten Tagen ein neues Longsleeve fertig haben.


Zusammenfassung

Das war jetzt viel Text, hier nochmal kurz & knackig:


  • 1 Sweatshirt-Oberteil: Stoff & Schnitt Jasper da, mehr nicht gemacht
  • 2 Longsleeves: 1x Renfrex zugeschnitten
  • 2 etwas "schickere"/coolere Jogginghosen: Schnitt Jenna & Stoff für die dicke Version da
  • 1 T-Shirt für's tanzen: FERTIG
  • 2 Jersey-Kleider: beide FERTIG
  • 1 Wintershorts: Thurlow zugeschnitten

Ein Drittel fertig und zwei Teile zugeschnitten, erfolgreich würde ich das nicht nennen :-/

Ich versteh es ehrlich gesagt selbst nicht, wieso das mit den Sew-Alongs und generell mit dem mehr-Kleidung-für-mich-nähen nicht so richtig bei mir klappt. Ja, ich habe jetzt drei Kleidungsstücke für mich genäht, sooo schlecht ist das nicht. Die drei Teile habe ich allerdings auch in den ersten fünf Wochen geschafft. Ich hatte zwischendurch Phasen, in denen ich nicht so viel Lust hatte zu nähen, das hatte ich ja oben beschrieben. Und das ist auch vollkommen okay für mich. In den letzten Wochen habe ich allerdings wieder ziemlich viel genäht, allerdings nur Geschenke: Zwei Windeltaschen, drei Knistertücher, eine Mitwachshose und ein recht aufwendiges Kinder-T-Shirt. Achja, und eine Jersey-Beanie-Mütze für mich.
Die Kinderkleidungsstücke haben wirklich Spaß gemacht zu nähen. Warum habe ich das nicht bei meiner Kleidung? Ich glaube es ist die "Angst" (wobei Angst eigentlich zu krass ausgedrückt ist), dass das Kleidungsstück nachher nicht passen könnte. Und anstelle dann einfach mal ein Probeteil zu produzieren, überlege ich ewig hin und her und nähe dann doch lieber irgendwie nichts oder etwas anderes.. Echt bescheuert. Das muss ich mir wirklich abgewöhnen...
Auch wenn ich längst nicht so viel geschafft habe, wie ich mir vorgenommen hatte, möchte ich mich herzlich bei Frau 700 Sachen für den Sew-Along bedanken. Ich habe mir mehr Gedanken für mögliche Kleidungsstücke gemacht, habe zu den meisten Schnitten schon den passenden Stoff hier liegen, somit bin ich mit ein bisschen mehr Planung ans Kleidung nähen gegangen. Lediglich an der Umsetzung hat es gehapert ;-)

Alle anderen Finalistinnen haben sich im Beitrag von Frau 700 Sachen verlinkt.

Kommentare:

  1. Liebe Denise,
    da hast du aber doch schon einiges geschafft. Wenn nämlich das Gefühl nicht stimmt, sollte man auch wirklich nicht nähen. Ich kenne das! Wenn ich mich aus Pflichtgefühl hinsetze, weil das schon ewig zugeschnitten ist/ich heute fertig werden wollte/der Stoff frisch gebügelt ist, dann kommen immer viiiele Fehler. Anders ist es, wenn ich wirklich Lust habe.
    Für die Jogginghose zum tanzen, hast du dich schonmal nach richtigem Funktionsstoff umgeschaut, aus dem auch immer diese engen Sporthosen sind? Könnte mir das gut vorstellen.
    Größtentechnisch weiß ich auch nicht wirklich weiter, ein bisschen locker sollte sie vermutlich sitzen, aber 44 ist siiicher zu groß. Eine kurze Probedings klingt auf jeden Fall nach einer guten Idee!
    Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Kleidungssnähen. Und wenn du pro Monat nur ein Kleidungsstück hast, sind es trotzdem 12 Stück im ganzen Jahr, das ist schon eine Menge finde ich.
    Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche!

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  2. Hallo liebe Denise,

    ich finde auch, dass Du ziemlich fleißig warst. Es gibt ja immer noch ein Leben neben dem Blog und dem Nähen. Außerdem ist es bei diese Aktion glaube ich gar nicht so wichtig, dass man seine oft lange Liste wirklich abarbeitet, sonders dass man ganz anders an die Planung rangeht und wirklich mal über seine Garderobe nachdenkt und nicht einfach näht, weil der Stoff toll ist oder alles es nähern. Und eigentlich fehlen ganz andere Sachen im Schrank.
    Bin gespannt, wie Deine Jogginghosen aussehen. Meine ist gemütlich, aber zumindestens in dem dicken Sweat eher unvorteilhaft und weit, weit weg von fotogen. Darum gibt es davon auch keine Bilder :-)

    Ganz viele liebe Grüße, Brigitte

    P. S. Viel Spaß bei der Planung des Nähzimmers :-)

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  3. Dein Shirt mit den Covernähten finde ich richtig genial, da bin ich auf die Tragebilder gespannt ;) Und die Kleider sind ja ohnehin toll! Und bloß kein Streß mit den anderen Sachen, dich hetzt ja keiner! :D
    Zu der Jogginghose: hinten gehört ein Gummi rein und dadurch wird die Hose noch gerafft, das Maß in der Tabelle ist das ungeraffte Maß, d. h. wenn du dort ein Gummi reinziehst, dann muss dort ein größerer Wert stehen als dein tatsächliches Hüftmaß wo die Hose sitzen soll (war das verständlich?!). Ich würde für mich eine 42 nähen und ich denke, ich bin da etwas breiter gebaut als du, also 44 wird definitiv zu groß sein.
    Bin gespannt auf die anderen Sachen die du dann ja sicher in deinem neuen Nähzimmer präsentieren wirst ;)

    Liebe Grüße, Jessica

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  4. Erstmal danke für den coolen Tipp mit dem Plotten, das ist ja mal super, bin doch auch so genervt vom Kleben und schneiden :)
    Ich finde du bist dennoch schon weit gekommen und Sweathosen sind ja nun gerade wirklich nicht so nötig.

    Die Covernähte sehen super aus, geben gleich nochmal einen deutlich professionelleren Touch.

    Viel Spaß beim Weitermachen,
    Fränzi

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  5. Boahh, warst du fleißig hier mit dem Post.
    Du hast viel geschafft würde ich sagen. Allein schon die Tatsache, dass du genau hingesehen hast, wie das mit dem Realisieren der Nähpläne denn nun wirklich ist, und dass du dich gefragt hast wieso/weshalb/warum ist das eigentlich so, und nicht anders.
    Bin gespannt auf das etwas angedrehte Tanzshirt. Eigentlich könnte ich mal einen Post machen wo ich zeige wie man einem vorhandenen Shirtschnitt ganz leicht einen Dreh geben kann. Das ist etwas, was ich schon lange plane aber immer noch nicht realisiert habe. ;)

    Liebe Grüße
    Immi

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  6. Du schreibst als wärst du enttäuscht und als ob du viel zu wenig geschafft hättest. Hallo? Du hast 3 mega tolle neue Kleidungsstücke im Schrank! :)
    Ich ziehe meinen Hut, ich hätte wahrscheinlich nicht mal 1 Teil fertig bekommen.^^
    Ganz liebe Grüße! :)

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  7. wow, das ist ja wirklich viel, was du da geschafft hast. Und mit den Probeschnitten sehe ich das so: ich lege, wenn ich nicht viel Zeit habe, einen alten Schnitt auf, dann gibt's halt nichts Extravagantes, aber ich weiß, dass es passt. Und wenn ich was Neues ausprobiere ist der Schnitt aus einem Nessel oder Restposten-Stoff ein MUSS. Denn nichts ist frustrierender als angefangen in der Ecke liegende Nähprojekte, für die keine Problemlösung in Sicht ist - und trotzdem habe ich auch solche Leichen im Keller ;)

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Vielen lieben Dank, dass du hier vorbei schaust! Ich freue mich riesig über jeden einzelnen Kommentar!