Mittwoch, 29. Juni 2016

Crescent im Sommer {DIY}

Das Me-Made-Mittwoch-Team betont ja regelmäßig, dass beim MMM nicht nur neu fertig gestellte Kleidungsstücke gezeigt werden dürfen, sondern auch schon ältere - natürlich selbst genäht! Zum Nähen bin ich die letzten Wochen aufgrund von Umzug und Urlaub überhaupt nicht gekommen, daher zeige ich heute mal ein älteres Kleidungsstück.

Goldengelchen Sewaholic Crescent sommerlich05
Den Crescent-Rock habe ich bei der anNÄHerung_Süd genäht, also im Herbst 2015. Somit hatte ich bisher keine Gelegenheit, ihn "sommerlich" kombiniert zu tragen. Sehr oft habe ich ihn eh nicht getragen, da ich wenige Oberteile habe, die man dazu kombinieren kann. Zusätzlich dem Longsleeve, was ich auf den Herbst-Fotos trage, habe ich noch einen eng geschnittenen längeren Strickpulli im Schrank gefunden, den ich auch im Rock tragen konnte und glücklicherweise in zwei verschiedenen Farben besitze.

Mittwoch, als mein Post zum Ella-Kleid online ging, war es bei uns am Niederrhein schön sommerlich warm und ich hatte Lust, etwas Selbstgenähtes zu tragen. Und somit fiel die Wahl auf den Crescent-Rock und ich stellte mich der Herausforderung, ihn mal ganz anders zu kombinieren.

Goldengelchen Sewaholic Crescent sommerlich04
Nach Feierabend wollte ich dann Fotos machen. Ich hatte das kleine Stativ für meine Digicam dabei, fuhr mit dem Fahrrad in eine ruhige Seitenstraße, bastelte das Stativ an den Fahrradlenker und hampelte vor der Kamera rum. Selbstauslöser auf 10 Sekunden und dann 10 mal auslösen eingestellt. Dummerweise passte die Helligkeit nie so richtig und das T-Shirt konnte man teilweise kaum erkennen.

Goldengelchen Sewaholic Crescent sommerlich01
Goldengelchen Sewaholic Crescent sommerlich02
Zuhause habe ich dann noch meine große Kamera rausgekramt und diese per Fernauslöser bedient. Die Fotos sind nur so lala geworden, weil drumherum noch alles vollgestellt ist. Außerdem habe ich für die Kamera kein Stativ, so dass sie beim fokussieren herum "gewandert" ist, aber ich denke die Mischung der beiden Bilder gibt doch ein ganz gutes Bild vom Rock bzw. vom Outfit ab.


Goldengelchen Sewaholic Crescent sommerlich03
hier habe ich versucht, die überschüssige Weite an der Seite zusammen zu halten

Auf den Fotos kommt es kaum rüber (ich nehme ja auch nur die guten/vorteilhaften für den Blog), aber ich habe mittlerweile meine Zweifel, ob die Passform bzw. die Größe des Rockes stimmt. Der Rock ist mein erstes Kleidungsstück, was nicht hüftig sitzt sondern in der Taille sitzen soll, d.h. die Passform ist eh ungewohnt. Der Rock sitzt aber irgendwo zwischen Taille und Hüfte (das sieht man auf den Herbstfotos fast noch besser), er müsste also theoretisch zu weit sein. Ich weiß aber nicht, ob es mir gefällt, wenn er noch höher sitzt.
Ich mag ihn zwar sehr (besonders die Taschen!!) und auf den Bildern wirkt es auch nicht so schlimm, aber ich finde, dass er, vielleicht auch durch den nicht so weich fallenden Jeansstoff nicht gerade einen kleinen Popo macht.
Ein Kollege (mit dem ich eh immer Spöks mache, von der war das nicht so schlimm) sagte sogar mal sowas wie "selbstgenäht? Lässt deinen Hintern ja nicht gerade klein aussehen". Ok, dass seine Arbeitslatzhose oooordentlich über dem Bauch spannt, blendet er wohl gerne aus :-) Normalerweise wäre man bei so einem Spruch eher pikiert, aber wie gesagt, die Art wie er es sagte und die Tatsache, dass wir uns eh immer kebbeln, das war schon in Ordnung. Und manchmal ist ehrliches Feedback ja auch ganz gut.  
 
Und was sagt ihr zu dem T-Shirt dazu? Der Freund meinte, ich müsste ein noch weiteres Oberteil dazu tragen. Vielleicht so wie Tüt ihren Crescent-Rock kombiniert hat? Sowas trage ich nur nie und besitze es auch nicht. In solchen Oberteilen fühle ich mich irgendwie schnell "verloren".
 
Naja, ich werde den Rock wohl weiterhin ab und zu tragen. Vielleicht sollte ich mal Kleidungsstücke nähen, die nicht so ungewohnt für mich sind. Also T-Shirt, Jeans, gerade geschnittener Jeansrock... Dann müsste ich auch nicht immer so überlegen, ob das Kleidungsstück gefällt, passt, mir steht, wie ich es kombinieren soll usw.

Goldengelchen Sewaholic Crescent sommerlich06
Direkt in meiner Nachbarschaft steht ein schöner Rosenstrauch, mein T-Shirt passte super dazu. Doof nur, dass immer so viele Leute vorbei kamen. Irgendwo im Wald oder am Flughafen für Fotos posieren, das mache ich ja mittlerweile. Aber in der Nachbarschaft vor dem Selbstauslöser rum springen, nee, das ist mir dann doch noch etwas peinlich...
 
So, genug herum philosophiert. Hier geht es zum Me-Made-Mittwoch, bei dem Monika ein wunderschönes Sommerkleid zeigt und viele andere Frauen schöne selbstgemachte Sommerkleidung präsentieren.
 
Zusammenfassung:
Schnitt: Crescent Skirt von Sewaholic in View A, d.h. nur wenig gerafft
Stoff: mitteldicker Jeansstoff (ohne oder nur sehr wenig Elastan) von Karteris, holländischer Stoffladen
Dauer: das anNÄHerungswochenende und ein Samstag Nachmittag
Änderungen: Größe 10 genäht, komplett gefüttert nach dieser "Anleitung". Der innere Bund war bei der Anprobe etwas zu eng (keine Ahnung, ob ich die NZ nicht richtig eingehalten habe), so dass ich an zwei Stellen ca. 0,5-1cm eingefügt habe, im Endeffekt waren die doch zu viel; etwas verlängert.
Schwierigkeitsgrad: neben der Anleitung von Sewaholic, die Skizzen enthält und somit schon recht gut ist, hatte ich eine deutsche Anleitung, da ich den Schnitt über Schnitterling bestellt hatte. Zusätzlich war der Sew-Along, besonders für den Bund, den RV und das Under- und Topstitching seeehr hilfreich!
Werde ich den Schnitt nochmal nähen: ich bin etwas unschlüssig. Falls ja, aus einem weicher fallenden Stoff.

Und wie fast immer gibt es als kleines Dankeschön für's bis zum Ende lesen ein Gif für euch :-)


Sonntag, 26. Juni 2016

Damals in der Schule...

Das 11 Fragen-Spielchen geht mal wieder rum. Nike will was über meine Schulzeit wissen. Puuh, ein "paar" Jährchen ist die ja mittlerweile auch schon her, aber ich versuche mich mal zu erinnern.

1. Non scholae sed vitae oder andersherum discimus?
Non scholae sed vitae discimus - ich weiß nicht, wie oft ich diesen Spruch von meinem Vater zu hören bekommen habe. Prinzipiell würde ich den schon unterschreiben, aber bei manchen Fächern liegen die Schwerpunkte meiner Meinung nach falsch. Beispiel Mathe: Prozentrechnung haben wir nur mal kurz gemacht, Vektorrechnung oder Matrizen dafür gefühlt bis zum Erbrechen durch exerziert. Und drei verschiedene Versionen von Antigone im Deutschunterricht (Grundkurs wohlgemerkt) durchzunehmen oder über vierzeilige Gedichte eine Doppelstunde zu sinnieren, naja, kann man machen, muss aber nicht. Ein bisschen mehr Rechtschreibung und Grammatik hätte so manchem sicherlich nicht geschadet.

2. Wenn Du versuchst Dich zu erinnern, war Deine Schulzeit zumutbar oder eher eine Zumutung?
Zumutbar. Ich musste glücklicherweise nie so viel tun, um gute Noten zu erzielen. Hausaufgaben machen und dann vor der Arbeit nen Nachmittag hinsetzen, dann hatte ich meistens meine 2 sicher. Als ich dann in der Oberstufe mit den Hausaufgaben geschludert habe, ging es auch mit den Noten bergab. Teilweise war es aber auch eine Zumutung. Für meine 3 in Sport habe ich mich das ganze Schuljahr abgerackert und habe die Mädels verflucht, die das ganze Jahr ihre Tage hatten, um dann bei ihrer Lieblingssportart ihre 2 abzuholen, Bundesjugendspiele waren mir ein Graus. Und dass die Hälfte der Klasse vorher schon gemeinsam zu einer Grundschule gegangen war und ich aus einem anderen Dorf kam, war auch nicht gerade förderlich. Es waren zwar nur 5 km, die für viele aber eine Weltreise darstellte. Was hätte ich ohne Mamas Taxi gemacht?

3. Wer war Dein*e Lieblingslehrer*in und wieso?
Puuh, schwere Frage. Ist ja mittlerweile doch schon n paar Jährchen her. Ich würde nicht sagen, dass ich den oder die eine/n Lieblingslehrer/in gehabt hätte. Aber einige Lehrer, die ich meistens nett und den Unterricht gut fand. Oder Lehrer und ihren Unterricht, an die man jetzt noch lustige Erinnerungen hat.
Mit meinen Mathelehrern Herrn S. (Klasse 5-7), Herrn R. (11.) und Herrn U. (12.+13.) hatte ich eigentlich immer Glück. Ich mochte sie, sie mich, und der Unterricht gefiel mir auch. Die Lateinlehrer waren eigentlich auch gut, Frau Ge. war immer super sympathisch und hat schön einfache Arbeiten gestellt :-) Oder die Niederländisch-LK-Lehrerin Frau Gö.. Die für unseren kleinen Kurs (wir waren nur 16 Leute) fast schon sowas wie Muttergefühle hegte, wir waren immer ihre "weerbuffels" :-D Wir haben zig Lektüren durchgenommen, die wir alle kopiert bekamen. Ich will nicht wissen, wie viele Blätte sie am Anfang jeder Stunde verteilte. Und immer ungelocht! "Hach Frau Gö., die Blätter sind wieder so schön gelocht heute!"

4. Und was war Dein Lieblingsfach?
Ha, auch da hatte ich nicht nur eins. Ich mochte meistens gern Mathe. Sprachen mochte ich auch, Naturwissenschaften je nach Thema (Bio über Menschen yay, über Tiere gähn). 
Geschichte mochte ich nicht gerne, was aber vermutlich auch viel am Lehrer bzw. an seinem Unterricht gelegen haben mag. Generell mochte ich gut strukturierten Unterricht viel lieber, als wenn es so Laber-Rhabarber war oder es eine Gruppenarbeit nach der nächsten gab. Ich war bzw. bin so der Typ logisch und rational, richtig oder falsch, konkrete Arbeitsaufgaben. Ich habe bei Sprachen lieber Grammatik gemacht. Die schlimmsten Hausaufgaben waren, wenn man sich für einen Anfang einer Geschichte selbst ein Ende überlegen musste. Oder in Kunst den eigenen Kunstbegriff zeichnen, malen und gestalten! Hilfe!

5. Sind wir uns einig darin, dass Hausaufgaben einfach mal DAS ALLERSCHLIMMSTE waren? Hast Du Deine trotzdem gemacht? Hätte ich meine machen sollen?
Ich war in der Schule eher uncool. Ich habe meine Hausaufgaben eigentlich immer gemacht, bis auf nachher die letzten 1-2 Jahre, da habe ich arg geschludert. Das hat sich dann auch direkt in den Noten gezeigt (mein Abi war mein schlechtestes Zeugnis in 13 Jahren Schule). Von daher: Hausaufgaben machen hat mir gut geholfen, man konnte im Unterricht mitmachen (improvisieren und einfach irgendwas antworten, wenn ich keine Ahnung hatte, war nicht so meine Stärke). Der Aufwand hielt sich in Grenzen und ich musste dann nicht wochenlang wie manche Mitschüler vor Arbeiten lernen. Das soll nicht heißen, dass ich die Hausaufgaben gerne gemacht habe. Aber ich habe sie halt (bis auf die letzten Jahre) gemacht.

6. Was war das „schlimmste“ was Du in der Schule je angestellt hast?
Immer (also die 2 mal im Jahr) wenn es einen ökumenischen Gottesdienst gab lautete die Ansage: Entweder zum Gottesdienst oder in den Unterricht. Einmal habe ich es gewagt und bin zu keinem von beidem gegangen und habe lieber auf dem Mäuerchen vor dem Kiosk mit ein paar Mitschülern gesessen...

mein 10jähriges ich bei einer Ballett-Aufführung
7. Hast Du so außerschulisches Zeug gemacht? Sport? Chor? Ein Instrument? Ab wann? Wie war das so?
Kindertanz/Ballett/Jazz-Dance habe ich gemacht seitdem ich 5 Jahre alt war. Bis vor kurzem war ich sogar immer noch in dem gleichen Studio angemeldet. Das war also eine Konstante, die sich jahr(zehnt)elang durch mein Leben gezogen hat. Und sogar jetzt tanze ich immer noch, nur halt in einem anderen Studio. 
In der Grundschule haben wir alle Blockflöte gespielt. Gleichzeitig hatte ich damals das erste Mal Klavierunterricht, die Art, wie der Lehrer unterrichtet hat, war aber nix für mich. Bis ca. 15/16 Jahre hatte ich aber dann später wieder Klavierunterricht bei zwei anderen Lehrern, die das viel besser & cooler vermittelt haben. Irgendwann hatte ich aber einfach nicht mehr so viel Lust auf üben, und wer ein Musikinstrument spielt weiß: Ohne üben geht's nicht. 
Tennis habe ich auch lange gespielt, allerdings nie im Verein, sondern immer nur eine Trainerstunde pro Woche. Als dann kurz vor meinem Abi mein damaliger Trainer eine eigene Tennisschule in einer anderen Stadt aufgemacht hat, habe ich mit Tennis aufgehört. Da ich damals noch nicht wusste, ob ich in meiner Heimatstadt bleibe oder nicht, dachte ich, dass es sich nicht mehr lohnt, für so kurze Zeit noch mal bei jemand anders anzufangen. Ich war eh nie so sportbegabt und habe meist mit jüngeren gespielt, das war auch nicht immer so motivierend. Aber die Trainerstunden bei Andre haben immer viel Spaß gemacht und man konnte sich immer richtig schön auspowern.

früh übt sich...
8. Bin ich zu nostalgisch oder ist der Wegfall der Schreibschrift als Nonplusultra wirklich der Anfang vom Ende?
Puuh, ich muss sagen, dass ich im aktuellen Schulgeschehen nicht so up to date bin. Momentan ändert da sich so viel, habe ich das Gefühl. Und bis das für mich relevant wird, vergehen eh noch x + sechs Jahre. Die Kids lernen jetzt die vereinfachte Ausgangsschrift, oder? Wenn ich das richtige Bild vor Augen hab, dann find ich die hässlich.

9. Fünf praktische Fähigkeiten die wir dem Muckel und dem Lütten noch vermitteln sollten bevor sie erwachsen werden? (Außer Schreibschrift…)
Du stellst Fragen...
Wenn sie nur das kleinste musikalische Interesse hegen: Ein Musikinstrument erlernen! Als Kind ist das so viel einfacher, als Erwachsener hat man meist eh nie die Zeit dafür (bzw. nimmt man sie sich nicht). Mit 10 Fingern tippen können. Mehr fällt mir gerade ehrlich gesagt nicht ein.

10. Was lernst Du grade?
Angesport durch all die Nähnerds, die sich zu ihrer schönen selbstgenähten Kleidung immer die perfekt passenden Jacken dazu stricken, will ich das jetzt auch mal lernen. Ein paar Maschen habe ich als Kind schon mal gestrickt, aber im Grunde fange ich bei Null an (nur dass ich halt noch ein paar Stricknadeln in irgendeiner Kiste hier hatte und einfach mal ausprobieren konnte).
Mal schauen, wie lange die Motivation anhält... Ansonsten ist Nähen der Bereich, bei dem ich immer wieder was dazu lerne.

11. Und was kannst Du Abgefahrenes, was ich auch können sollte (hab Erbarmen und sag jetzt nicht „Kommaregeln“)?
Deppenapostrophe, doppelte Leerzeichen und ähnliches in Flyern, Speisekarten und anderen Drucksachen aufspüren. Ohne dass ich überhaupt danach suche. Ich hätte Korrekturleserin werden sollen.

Und wie war eure Schulzeit so?

Mittwoch, 22. Juni 2016

Ella in Tokio und Gedanken über Kleidung {DIY}

Erinnert ihr euch noch an mein Winter-Weihnachtskleid? Dann erinnert ihr euch vielleicht auch noch daran, dass ich zunächst eine Probe-Version aus türkisem Jersey mit kurzen Ärmeln genäht hatte. Sowohl ein paar Eindrücke vom Entstehungsprozess als auch das fertige Kleid auf dem Kleiderbügel hatte ich in dem Post zum Winterkleid schon gezeigt. Nur Tragefotos gab es bisher nicht zu sehen. Aber wettertechnisch kommt jetzt ja auch erst die Zeit für das Sommerkleid.

Goldengelchen Ella türkis Tokio 06
Heute gibt es Tragebilder aus dem Urlaub! Stilecht mit Hello Kitty (damit gestalten die sogar Baustellenabsperrungen!) und der typische Pose auf Fotos in Japan! Ich muss mir das jetzt erst einmal wieder abgewöhnen...

2016-06-21 21-05-43_Goldengelchen auf Instagram_ „I'm not taking part at #mmmay16, but today I could
Vor fünf Wochen hatte ich das Kleid zum ersten Mal nach Fertigstellung im Winter ausgeführt und dies auch schon bei Instagram gezeigt.

In den Japan-Urlaub habe ich das Kleid dann auch mitgenommen. Aber irgendwie wollte es nie so recht passen. Zu heiß, zu kalt, zu regnerisch...
Bzgl. zu heiß: Zum einen mag ich es, wenn es wirklich warm ist, lieber luftiger am Oberkörper. Zum anderen finde ich nackte Beine unter einem Rock bei richtig warmen oder schwülem Wetter irgendwie unangenehm. Irgendwann kleben die Beine doch aneinander. Aber mit Leggings/Strumpfhose wird's auch zu warm. Oder bin ich da nur empfindlich? Wie macht ihr das?

Aber dann kam mir die Idee: Jerseykleider werden doch immer als die Jogginghosen unter den Kleidern gehandelt. Das wäre doch das perfekte Outfit für die Rückreise. Erst mit nackten Beinen, für den Flug dann mit Leggings und Strickjacke (die eigentlich zu lang für das Kleid ist, aber hier war mir das egal) und Tuch. Lagen- und Zwiebellook at its best!
Und was soll ich sagen: Das war die beste Entscheidung ever! Unser Flug ging abends, so dass wir den Tag noch in Tokio hatten und erst um 16.30 Uhr unsere Koffer im Hotel abgeholt haben. Nach einem Sprint durch Tokios Metro-Stationen und einer einstündigen Bahnfahrt haben wir uns dann am Flughafen frisch gemacht und umgezogen, denn dort hatten wir noch genügend Zeit.

2016-06-21 21-06-15_Goldengelchen auf Instagram_ „And there we are back at Narita Airport, prepared
Als ich dann schon im Reiseoutfit war und die Koffer hütete, während der Freund sich umzog, postete ich schon mal einen kleinen Einblick bei Instagram. Und dann war der Freund sogar ohne lange Überredungen dazu bereit, Fotos von mir im Kleid zu machen (er hat nämlich leider meist nicht so viel Lust dazu...). Also flugs die Koffer aufgegeben und eine geeignete Foto-Location gesucht.

Goldengelchen Ella türkis Tokio 01
Outfit-Fotos am Flughafen, die hatte ich mir voll cool vorgestellt. Wir haben dann die Wegweiser-Säule kurz vor der Sicherheitskontrolle als Hintergrund ausgesucht. Im Nachhinein war das Lichtmäßig nicht ganz so toll. Zudem waren meine Haare zottelig, ich ziemlich rot im Gesicht (Hallo Mount Fuji Sonnenbrand), die Brille warf noch mehr Schatten als eh schon immer aufs Gesicht und der Rock war vom Koffer verknittert. Super Bedingungen!
Aber das ist hier ja kein Hochglanz-Fashion-Magazin, hier gibt es Bilder aus dem echten Leben :-) Und immerhin passt das Absperrband farblich ganz gut :-D

Goldengelchen Ella türkis Tokio 03
Voila, der verknitterte Rock. Hier sieht man schön, dass ich im Rückteil etwas zuviel Länge habe. Die zweite Version, das graue Kleid, hatte ich im Oberteil nur um 3cm verlängert, da war das auch schon besser. Ansonsten bin ich mit der Passform relativ zufrieden.

Nur mal so zur Info: Ich trage unter dem Kleid ein Unterkleid. Als sonst-nie-Kleid-Trägerin habe ich lange gebraucht um zu lernen, dass es so etwas wie Unterkleider gibt und die nicht nur dafür sorgen, dass der Stoff nicht am Körper klebt, sondern auch, dass sich besonders bei Jerseystoff nicht direkt alles abzeichnet.
Wobei ich ja manchmal immer noch überlege, ob der Schnitt so vorteilhaft für mich ist. Ich finde, das Kleid betont bei geringerer Oberweite schnell ein kleines Bäuchlein (den ich für die Fotos schon eingezogen habe...). Und ist ein locker fallender Rock bei einem etwas ausladenderem Gesäß so toll? Ich habe manchmal das Gefühl, dass am Hintern eng geschnittene Kleidungsstücke, die alles an "Ort und Stelle halten", für mich besser sind? Ich freue mich über eure ehrliche Meinung :-)

Goldengelchen Ella türkis Tokio 05
Auf diesem Bild erkennt man gut, dass das rückwärtige Taillenband keine gerade Linie ist sondern quasi im Bogen verläuft. In der Mitte des Rückens verlaufen die Streifen nämlich waagerecht, zur Seite hin werden sie dann schräg. Beim Zuschnitt denkt man erst: Wie soll das denn passen? Aber es passt super und trägt meiner Meinung nach auch zur guten Passform bei.

Goldengelchen Ella türkis Tokio 04
Über die Sinnhaftigkeit von Taschen in Jerseykleidern kann man ja diskutieren. Auch wenn ich die Taschenbeutel so konstruiert habe, dass sie im Taillenband mit eingefasst sind, um die Belastung ein bisschen auf mehrere Stellen zu verteilen, macht es nicht wirklich Sinn, das Smartphone oder den Schlüssel oder gar das Schnurlostelefon auf der Arbeit darin zu verstauen. Auch Hände sind schon fragwürdig. Aber mir geht es da fast schon ein bisschen ums Prinzip. Ich hasse Kleidungsstücke ohne Taschen. Und ich verstehe auch überhaupt nicht, warum Taschen bei Frauenkleidungsstücken immer so viel kleiner sind als bei Männern, sogar bei Jeans. Männer können da ihr riesen Smartphone und nen fetten Schlüsselbund drin verstauen und ich muss mein olles kleines Samsung Galaxy S4 mini schon reinstopfen, weil es kaum reinpasst.
Wo käme ich dann hin, wenn ich in meine selbstgenähte Kleidung keine Taschen reinmachen würde? So habe ich jedenfalls für meine Dauerschniefnase ein Taschentuch immer griffbereit.

2016-06-21 21-03-05_Goldengelchen auf Instagram_ „So ein Jerseykleid ist ja tatsächlich wie ne Joggi

Zum Abschluss das Kleid "in Action" im Flugzeug. Sooo gemütlich, yay!


Zusammenfassung:
Schnitt: Ella von pattydoo mit großem runden Ausschnitt, kurzen Ärmeln und Taillenband, genäht in Größe 38
Stoff: türkiser Jersey und Ringeljersey für das Taillenband und die Bündchen, müsste vom Stoffgeschäft Karteris aus Holland gewesen sein, oder vom Maybachufermarkt? Petrolfarbener Futterstoff vom Stoffgeschäft vor Ort
Änderungen: das Oberteil um 4cm und das Rockteil um 10cm verlängert (ich bin 182cm groß), Nahttaschen eingefügt
Schwierigkeitsgrad: einfach
Werde ich den Schnitt nochmal nähen: Bestimmt!

Und hiermit verlinke ich zum Me Made Mittwoch - dem wöchentlichen Laufsteg für Frauen (und Männer?) in selbstgenähter Kleidung!

Pssst: Dies ist "schon" meine vierte Teilnahme beim Me Made Mittwoch dieses Jahr (Nikolaus Sweater, Winterkleid, Renfrew-Shirt)! Im ganzen Jahr 2015 bin ich auf gerade mal vier MMM-Posts gekommen (anNÄHerungs-Crescent, Jogginghose, Karnevalskleid, Cordrock Amy). Und wenn ich erstmal die schönen Stoffe, die ich in Japan geshoppt habe, vernähe, kann ich bald noch viel öfter teilnehmen! So langsam geht es also doch bergauf mit dem Kleidung nähen bei mir :-)

Sonntag, 19. Juni 2016

12 von 12 im Juni 2016 - Urlaubsedition Japan {Leben}

"Heute ist der 12. des Monats. Also gibt es heute mal wieder zwölf Fotos aus meinem Alltag."

So beginne ich in letzter Zeit meist meine 12 von 12-Posts. Dieses Mal passt es nicht so ganz. Erstens ist heute bereits der 19. Juni und das Linktool bei Caro ist sogar schon geschlossen und zweitens sind meine Bilder dieses Mal nicht so ganz alltäglich.
Denn es gibt mal wieder eine Urlaubsedition meiner 12 von 12 Posts. Nach der Fuerteventura-Edition im August 2014 und der Lenzerheide-Version im März 2016 gibt es jetzt die Japan-Edition! Zwar hatten wir im Hotel super stabiles Internet und der Freund hatte seinen Rechner dabei, aber auf bloggen hatte ich dort doch nicht so Lust - auch wenn ich dank der Zeitverschiebung vermutlich eine der ersten in der Linkliste gewesen wäre ;-) Daher gibt es die Fotos vom 12. Juni erst jetzt gemütlich von zuhause aus.


Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -01
1) Wir hatten vor ein paar Tagen schon per Zufall gelesen, dass Mitte Juni das Sanno Matsuri Fest stattfinden sollte, gar nicht so weit von unserem Hotel entfernt. Bereits gestern waren ein paar Menschen in traditionellen Kostümen in der Straße vor unserem Hotel entlang gelaufen. Heute waren aber nochmal eindeutig mehr Menschen mit verschiedenen Kostümen, Musik etc. in einer Parade unterwegs. Und das direkt vor unserem Hotel - first row Plätze :-) Wenn man die Menschen so beobachtete, hatte man insgeheim das Gefühl, dass es gar nicht so weit entfernt von unseren Schützenfesten ist...

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -02
2) Danach machen wir uns aber auf den Weg zu unserem heutigen Ziel: Kamakura. Gut, dass die Metro-Stationen immer ausreichend beschildert sind. Ohne die Lagepläne hätten wir uns in den riesigien Stationen sicherlich öfters verlaufen.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -03
3) In Kamakura ist unser erstes Ziel der Daibatsu im Tempel Kōtoku-in, auch Big Buddha genannt. Schon beeindruckend, was die da vor über 750 Jahren errichtet haben.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -04
4) Danach beschließen wir spontan, nicht durch den Ort zum Bahnhof im Nachbarort zu gehen, sondern den Kuzuharaoka-Daibatsu Hiking Course zu laufen. Entlang dieser Route sollen außerdem noch ein paar Tempel und Schreine zu sehen sein. Der Weg verläuft größtenteils durch den Wald über schmale Wege mit vielen Wurzeln. Irgendwie mag ich ja sowas.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -05
5) Hier und da gibt es Abzweigungen, so kommen wir zum Sasuke Inari Jinja Shrine. Echt krass, was die Leute schon allein beim zugehörigen Tori alles aufstellen. Eine ganz andere Religion, über die ich viel zu wenig weiß.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -06
6) Es gibt noch einen anderen Weg zu diesem Schrein, der mit vielen vielen Fahnen gesäumt ist.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -07
7) Schließlich kommen wir bei der Statue von Minamoto Yorimoto vorbei. Die Wiese drumherum ist zur Kirschblütenzeit bestimmt besonders schön und beliebt, hier stehen nämlich ganz viele Kirschbäume.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -08
8) Wir nutzen die bereit gestellten Picknickbänke für ein kurzes Päuschen. Warm-schwüles Wetter und bergab, bergauf kraxeln lässt einen nämlich ganz schön in Schwitzen kommen.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -09
9) Anschließend geht es weiter, hier ein weiterer Schrein, vor dem wie so oft Holztäfelchen mit Wünschen aufgehangen wurden.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -10
10) Wir sind fast am Ende des Hiking Courses angelangt. Die Bambuswälder sind wahrlich beeindruckend!

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -11
11) Zurück in Tokio, genauer gesagt im Stadtteil Shinjuku. Hello Kitty ist mir ja schon in jeglicher Form in Souvenirläden begegnet, heute also auch als Baustellenabsperrung! Was es nicht alles gibt.

Goldengelchen 12von12 Juni 2016 -12
12) So langsam wird es höchste Zeit für's Abendessen. Auch wenn man kein japanisch versteht und die Karte nicht ins englische übersetzt wurde, ist man nicht ganz verloren. Schließlich haben die meisten Restaurants draußen vor eine Vitrine, in denen die angebotenen Speisen als täuschend echte Modelle ausgestellt werden. Ich habe mich für das unten links (Lachsfilet im Set mit Miso-Suppe und Reis) entschieden, es war köstlich.

Alle anderen 12 von 12 gibt es bei Caro, meine anderen 12 von 12 gibt es hier.
Zum Vergleich: Juni 2015, Juni 2014, Juni 2013

Freitag, 17. Juni 2016

Juni 2016 {Leben}

Hallo zusammen!

Wie ihr vielleicht über Instagram mitbekommen habt, war ich die letzten 1,5 Wochen im Urlaub. Und was muss ich da jetzt nach meiner Rückkehr entdecken? Ich habe ja gar nicht meine Juni-Pläne gebloggt! Das holen wir mal ganz schnell nach, auch wenn der Monat schon wieder halb vorbei ist.

Hochzeitstorte Beeren
Hochzeitstorte auf der Hochzeit meiner Kusine im Mai 2016

Im Juni 2016 werde/möchte ich
  • die Wohnung weiter einrichten und hoffentlich noch einige Baustellen beseitigen (Garderobe, Lampen, Gardinen, wohin mit den leeren Pfandflaschen, Platz für Schmutzwäsche...) ✔
  • den Flur streichen (beim Umzug entstehen eh genug Schrammen & Co., daher haben wir das von vornherein auf später verschoben) ✔
  • Urlaub machen ✔
  • mein Nähzimmer einweihen - vermutlich mit Gardinen nähen...
  • zu Gast bei einer Hochzeit sein ✔
  • ein paar Sachen spenden oder verkaufen ✔
  • vielleicht schon die Badesee-Saison eröffnen? [ha, ha, ha...]

Zum Vergleich: Juni 2015, Juni 2014 - hier findet ihr alle meine Monatspläne.

Wie sieht bei euch der Juni aus? Seid ihr schon im Urlaubsmodus?